Samstag, 14. August 2010
Vom Frieden weit entfernt
get-unblogged, 04:04h
Manch ein Land stand nicht nur in der Vergangenheit schon lange im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Wir kennen die Geschichten aus China, in denen Regimegegner unter Hausarrest gestellt werden und kein Mensch etwas unternehmen kann. Auch in Myanmar geht alles drunter und drüber. keiner kennt die Regierung, weil es keine wirkliche gibt. Dafür sitzen aber Friedensnobelpreisträgerinnen seit Jahren in ihren Häusern fest und dürfen nicht mehr raus.
In den letzten tagen haben vor allem zwei Länder unglaublich Schlagzeilen gemacht. Ich spreche in dem Fall nicht von den Überflutungen Pakistans, die zwar auch von Menschenhand gemacht wurden, aber nicht gegen die Menschenwürde verstoßen.
Viel schlimmer sind dieser tage die Länder Iran und Nordkorea, die man ja auch schon seit Jahren im Blickfeld hat, egal ob durch Atomprogramme, fehlende Demokratie oder Verletzungen der Menschenrechte.
Fangen wir doch mal mit dem vielleicht erschreckenderen von beiden an. Da wäre eine Frau im Iran, die ein Interview gibt. Das Gesicht wird verpixelt und sie gibt unter Tränen zu, dass sie ihren Mann betrogen hätte und danach auch an seiner Ermordung beteiligt gewesen wäre. Gerüchten zufolge soll man sie vorher gefoltert haben und dieses Geständnis erzwungen. Der Mann, mit dem sie ihren Ehemann betrogen und wohl umgebracht haben soll, ist irgendwie nicht auffindbar oder wird nicht bestraft oder jedenfalls nicht so schlimm.
Im Iran, der zum größten Teil ja dem Islam angehört, wird ja wie fast in jedem dieser Länder der Mann höher gestellt als die Frau. Kein Problem, das gab es im Christentum auch lange Zeit.
Doch wo bitte leben wir, dass eine Frau für solch ein Verbrechen mit einer der perversesten Hinrichtungsmethoden umgebracht wird, die es jemals gab. Versetzen sie sich mal in die Rolle einer gefolterten Person, die ein Geständnis unter Tränen ablegt. Und im nächsten Moment stellst du dir vor, wie du als Frau bis zum Hals und als Mann bis zur Hüfte eingegraben bist. Dich treffen viele Steine. Doch einzeln sind sie nicht tödlich, nur in der Gruppe führen sie zu einem qualvollen Tod. Ähnlich wie auf dem Scheiterhaufen dauert es lange, bis man tot ist und man kann nicht weglaufen oder ausweichen. man stirbt auch nicht binnen eines Augenblicks
Wir schrecken zurück, wenn wir mit der Hand unter brühend heißes Wasser fassen oder auf eine heiße Herdplatte. Wenn man aber nicht fliehen kann oder zurückziehen kann, werden die Qualen irgendwann so unerträglich.
Ich weiß nicht, was man sich bei den "Regeln" der Steinigung gedacht hat. Vielleicht weniger Qualen, weil die Frau nur noch den Kopf frei bewegen kann und mit weniger Steinen getötet werden kann? Das ist brutalste Ironie. Nur wer macht so etwas freiwillig, wer vergibt so eine haarsträubende Strafe, die eigentlich heutzutage gar nicht mehr tragbar ist. Und wer sind die, die dann dabei zugucken? Eigentlich schäme ich mich etwas für diese Art Mensch, die so handelt. Doch ich bin nur ein kleiner Organismus, dessen Meinungen vielen vorbeigeht. Auch für die, an denen es vorbeigeht schäme ich mich. Dann ist da noch die UNO, die doch eigentlich das Bündnis aller Staaten ist und immer noch für Frieden sorgen soll. Wo ist dann diese Einsatzbereitschaft, die da sein müsste, es aber nicht ist? Wie kann die UNO so etwas heute noch zulassen?
Das liegt vermutlich an der Angst, weil Iran ein umfassendes Atomprogramm hat. Das wiederum verbindet den Iran mit Nordkorea, dem wohl kommunistischsten Land der Welt, dass beinahe schon China dagegen verblasst. Denn in Nordkorea regiert ein Giftzwerg, gegen den die Kaczynski-Zwillinge noch ungiftig sind.
Die Zustände in Nordkorea sind katastrophal. Die Armen leben weit unter der normalen Armutsgrenzen, während die Reichen den Staat regieren oder ihn verlassen. Alles und jeder, der etwas gegen Staat sagt, wird verbannt oder am besten doch gleich vernichtet. Und wer dem Land keinen Ruhm bringen kann, dem geht es ebenso. Nordkoreas Sportler stehen unter massivem Druck. Nun kommen Gerüchte hoch, in denen von Folterungen der Fußballspieler berichtet wird, die, laut Diktator, mit nichts als Scham zurückgekehrt seien. Die schlechteste Bilanz aller Nationen, dadurch, dass Portugal 7 Tore reingeschossen hat. Dann wurde das ganze auch noch live übertragen. Portugal könnte sich Vorwürfe machen, hätte ein 2:0 ja auch gereicht. Sicher können wir Portugal nicht die Schuld dafür geben, aber das Schicksal der Nordkoreaner steht weiter offen und niemand weiß etwas über sie. Sie sind allesamt spurlos verschwunden.
Daher kann ich auch darüber nicht mehr schreiben, als hier nun steht.
Einzig und allein dieser bittere Beigeschmack aber soll bleiben, dass es immer noch Länder auf der Welt gibt, die anscheinend nach Mittelalterniveau handeln oder sich doch lieber den 2. Weltkrieg als Vorbild nehmen. Traurig ist es, dass die UNO keinen Finger krümmt, weil diese beiden Länder Atomwaffen haben. Die UNO ruft zwar zu Spenden für Pakistan auf, zu Spenden für Haiti oder aber auch zu Spenden für Tsunami-Opfer.
Ich möchte nicht sagen, dass es falsch ist. Aber das wir Menschen helfen, wenn anderen durch eine Flutkatastrophe alles genommen wird. Das ist uns eigentlich klar.
Das wir aber helfen müssen, wenn anderen durch einen Staat die Menschenrechte genommen werden, dass ist uns nicht wirklich klar -jedenfalls nicht allen. Denn als internationale Staatengemeinschaft könnten wir schon mehr machen. Wenn der Großteil von uns nicht nachdem Motto leben würde: Solang es mir nicht genauso schlecht geht, muss man nichts ändern. Tja, dann wären wir wohl in einer friedlichen Welt so langsam angekommen.
Denkt also mal alle darüber nach.
In den letzten tagen haben vor allem zwei Länder unglaublich Schlagzeilen gemacht. Ich spreche in dem Fall nicht von den Überflutungen Pakistans, die zwar auch von Menschenhand gemacht wurden, aber nicht gegen die Menschenwürde verstoßen.
Viel schlimmer sind dieser tage die Länder Iran und Nordkorea, die man ja auch schon seit Jahren im Blickfeld hat, egal ob durch Atomprogramme, fehlende Demokratie oder Verletzungen der Menschenrechte.
Fangen wir doch mal mit dem vielleicht erschreckenderen von beiden an. Da wäre eine Frau im Iran, die ein Interview gibt. Das Gesicht wird verpixelt und sie gibt unter Tränen zu, dass sie ihren Mann betrogen hätte und danach auch an seiner Ermordung beteiligt gewesen wäre. Gerüchten zufolge soll man sie vorher gefoltert haben und dieses Geständnis erzwungen. Der Mann, mit dem sie ihren Ehemann betrogen und wohl umgebracht haben soll, ist irgendwie nicht auffindbar oder wird nicht bestraft oder jedenfalls nicht so schlimm.
Im Iran, der zum größten Teil ja dem Islam angehört, wird ja wie fast in jedem dieser Länder der Mann höher gestellt als die Frau. Kein Problem, das gab es im Christentum auch lange Zeit.
Doch wo bitte leben wir, dass eine Frau für solch ein Verbrechen mit einer der perversesten Hinrichtungsmethoden umgebracht wird, die es jemals gab. Versetzen sie sich mal in die Rolle einer gefolterten Person, die ein Geständnis unter Tränen ablegt. Und im nächsten Moment stellst du dir vor, wie du als Frau bis zum Hals und als Mann bis zur Hüfte eingegraben bist. Dich treffen viele Steine. Doch einzeln sind sie nicht tödlich, nur in der Gruppe führen sie zu einem qualvollen Tod. Ähnlich wie auf dem Scheiterhaufen dauert es lange, bis man tot ist und man kann nicht weglaufen oder ausweichen. man stirbt auch nicht binnen eines Augenblicks
Wir schrecken zurück, wenn wir mit der Hand unter brühend heißes Wasser fassen oder auf eine heiße Herdplatte. Wenn man aber nicht fliehen kann oder zurückziehen kann, werden die Qualen irgendwann so unerträglich.
Ich weiß nicht, was man sich bei den "Regeln" der Steinigung gedacht hat. Vielleicht weniger Qualen, weil die Frau nur noch den Kopf frei bewegen kann und mit weniger Steinen getötet werden kann? Das ist brutalste Ironie. Nur wer macht so etwas freiwillig, wer vergibt so eine haarsträubende Strafe, die eigentlich heutzutage gar nicht mehr tragbar ist. Und wer sind die, die dann dabei zugucken? Eigentlich schäme ich mich etwas für diese Art Mensch, die so handelt. Doch ich bin nur ein kleiner Organismus, dessen Meinungen vielen vorbeigeht. Auch für die, an denen es vorbeigeht schäme ich mich. Dann ist da noch die UNO, die doch eigentlich das Bündnis aller Staaten ist und immer noch für Frieden sorgen soll. Wo ist dann diese Einsatzbereitschaft, die da sein müsste, es aber nicht ist? Wie kann die UNO so etwas heute noch zulassen?
Das liegt vermutlich an der Angst, weil Iran ein umfassendes Atomprogramm hat. Das wiederum verbindet den Iran mit Nordkorea, dem wohl kommunistischsten Land der Welt, dass beinahe schon China dagegen verblasst. Denn in Nordkorea regiert ein Giftzwerg, gegen den die Kaczynski-Zwillinge noch ungiftig sind.
Die Zustände in Nordkorea sind katastrophal. Die Armen leben weit unter der normalen Armutsgrenzen, während die Reichen den Staat regieren oder ihn verlassen. Alles und jeder, der etwas gegen Staat sagt, wird verbannt oder am besten doch gleich vernichtet. Und wer dem Land keinen Ruhm bringen kann, dem geht es ebenso. Nordkoreas Sportler stehen unter massivem Druck. Nun kommen Gerüchte hoch, in denen von Folterungen der Fußballspieler berichtet wird, die, laut Diktator, mit nichts als Scham zurückgekehrt seien. Die schlechteste Bilanz aller Nationen, dadurch, dass Portugal 7 Tore reingeschossen hat. Dann wurde das ganze auch noch live übertragen. Portugal könnte sich Vorwürfe machen, hätte ein 2:0 ja auch gereicht. Sicher können wir Portugal nicht die Schuld dafür geben, aber das Schicksal der Nordkoreaner steht weiter offen und niemand weiß etwas über sie. Sie sind allesamt spurlos verschwunden.
Daher kann ich auch darüber nicht mehr schreiben, als hier nun steht.
Einzig und allein dieser bittere Beigeschmack aber soll bleiben, dass es immer noch Länder auf der Welt gibt, die anscheinend nach Mittelalterniveau handeln oder sich doch lieber den 2. Weltkrieg als Vorbild nehmen. Traurig ist es, dass die UNO keinen Finger krümmt, weil diese beiden Länder Atomwaffen haben. Die UNO ruft zwar zu Spenden für Pakistan auf, zu Spenden für Haiti oder aber auch zu Spenden für Tsunami-Opfer.
Ich möchte nicht sagen, dass es falsch ist. Aber das wir Menschen helfen, wenn anderen durch eine Flutkatastrophe alles genommen wird. Das ist uns eigentlich klar.
Das wir aber helfen müssen, wenn anderen durch einen Staat die Menschenrechte genommen werden, dass ist uns nicht wirklich klar -jedenfalls nicht allen. Denn als internationale Staatengemeinschaft könnten wir schon mehr machen. Wenn der Großteil von uns nicht nachdem Motto leben würde: Solang es mir nicht genauso schlecht geht, muss man nichts ändern. Tja, dann wären wir wohl in einer friedlichen Welt so langsam angekommen.
Denkt also mal alle darüber nach.
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